Ökologisches Gleichgewicht ist gestört – Asiatische Hornissen machen sich breit – aktive Maßnahmen sind nötig
Nicht nur der enorme CO² Ausstoß bringt das Ökosystem ins Wanken – auch Lebewesen zerstören sukzessive das Gleichgewicht in der Natur. Eine dieser akuten Gefahren sind durch die globale Entwicklung enstandenen kurzen Wege von Asien nach Europa. So kamen auch die gefürchteten Asiatischen Hornissen nach Europa und dabei auch nach Deutschland.
Anfangs nicht weiter Ernst genommen, doch nun hat man tatsächlich die Tragweite erkannt! Natürlich, wie immer, hinkt der Staat hinterher und will hierzu keinen verhindernden Beitrag leisten. Unverständlich – aber Tatsache!
Asiatische Hornissen sind Insektenfresser, die mit Vorliebe unsere Honigbienen zum Verzehr nutzen. Und zwar in solchen Mengen, dass diesem “Vielfraß” ganze Bienenvölker zum Opfer fallen.
Vergangenen Samstag hatten wir Gelegenheit bei der “Entsorgung” eines Hornissennestes dabei zu sein!
Nestentferner: Andreas Weis, aus St.Leon-Rot, FFW-Mann und Mitglied im Bezirksimkerverein Wiesloch e.V.
Nestentferner: Bernd Kerle, ebenfalls aus St.Leon-Rot, FFW-Mann und Mitglied im Bezirksimkerverein Wiesloch e.V.
Helfer: Arthur Kerle, aus Rot
Hier die Meldplattform vespavelutina – auch Nestentferner
Hier oben namentlich aufgeführte Gruppe, mit einer kleinen Erfolgsgalerie, arbeitet mit einer sehr effektiven thermischen Methode, mit heißem Dampf (180°C ) – das Gerät heißt Velutina Steam EX (eingetragenes Warenzeichen).
Ein Dampfgenerator mit Hochtemperatur – Carbonrohren womit man eine Höhe von 20 Metern überwinden kann. An der Spitze befindet sich ein stabiler, etwa 60 cm langer Einstechdorn mit vielen Öffnungen für den Heißdampf.
Das gesamte Equipment hat in der Anschaffung rund 16.000,- Euro gekostet, eine stolze Summe die zunächt in Vorlage invertiert wurde. Nun ist man auf Spenden angewiesen, welche die vorfinanzierte Summe wieder zurück bringen soll. Das ist aber nicht alles, denn man braucht noch ein Aggregat für den Strom des Dampfgerätes, einen Staubsauger, um die überlebenden Hornissen einzusaugen. Des weiteren Betriebsstoffe, wie Diesel und Benzin um die Geräte zu betreiben. Also auch immer wieder laufende Kosten. Den Anhänger zum Transport, als auch die Unterstellmöglichkeit für das gesamte Equipment, kommt von Andreas Weis, der selbst Imker und daher besonders betroffen ist.
Die Vorteile des Heißdampfverfahrens mit dem Velutina Steam EX®sind: giftfrei, rein physikalisch mit heißem Dampf, umweltfreundlich, umweltschonend die Tiere sterben in kürzester Zeit durch die Temperatur, dadurch tierschonend. Die Hornissen fühlen sich durch den Dampf nicht bedroht, greifen so die Nestentferner nicht an und sind dadurch auch sehr menschenfreudlich.
Der Erfolg zeigt sich nach der Aktion …
Alles zusammen genommen hatte man also ca. 20.000 Euro zu finanzieren.
Eine größere 5-stellige Summe eines regionalen Geld-Institutes hat bereits zu Buche geschlagen …
Dennoch werden weiter Spenden gerne angenommen, damit diese effektive Nestentfernung sukzessive weitergeführt werden kann.
Die Arbeitsgruppe “Asiatische Hornisse” im Verein, bilden die beiden Nestentferner, der Vorstand und speziele Vereinsmitglieder in den Gemeinden.
Drei Gemeinden des Bezirks sind als Pilotgemeinden benannt: St.Leon-Rot, Dielheimund Walldorf.
In diesen Gemeinden gibt es eine Kooperation mit den Rathäusern, um den Ausbau von Information und Aufklärungsarbeit weiter zu verbessern.
Wichtigster Punkt der Zusammenarbeit ist Bürger zu sensibilisieren und deren Rückmeldung um möglichst viele Nester zu finden und zu beseitigen.
Regelmäßiger Austausch mit den Mitarbeitern im Ordungsamt, Bauamt, Klimabeauftragten, Umweltbeauftragten und regelmäßige Artikel in den Gemeindenachrichten zeigen, dass die Meldungen von Nestern bedeutend größer ist in den anderen Gemeinden.
Es konnten dadurch dieses Jahr schon viele Primär- und Sekundärnester entfernt werden.
Auf jeden Fall sollte man am Ball bleiben und ohne Unterlass weiter Nester finden, entfernen! Dazu gehört auch, weiter Spenden zu sammeln, damit unsere Insekten vor Fraß geschützt werden!
Somit wird unsere Biodiversität erhalten, dadurch sind vor allem Obst und Gemüse weiter aus dem Garten zu genießen oder wer verzichtet schon gerne auf sein süßes Honigbrot?
Vor kurzem hat man auch ein Primärnest in unserer Nachbarschaft entdeckt, in einem Nistkasten direkt neben unseren Müllcontainern. Von uns nicht bemerkt aber in der Nachbarschaft gibt es einen Imker, der sich der Entfernung angenommen hat!
Hier hat man sich einer anderen Methode bedient! Den gesamten Nistkasten am frühen Morgen in einen Müllbeutel, den man dann im Gegensatz zu heißem Dampf, in eine Tiefkühltruhe verbrachte.
Nebenbei … es fühlte sich niemand zuständig bzw verantwortlich, um dieses Primärnest zu beseitigen! Scheibar erst wenn man es nicht mehr in den Griff bekommen kann reagieren die Behörden – oder man muss einen Antrag stellen, der dann einer zu bildenden Kommission vorgelegt werden muss, die dann nach zwei oder drei Sitzungen dem Antrag zustimmen kann! So ist das mit der Bürokratie in Deutschland – leider!
Immer am Puls der Zeit - nicht mehr der Jüngste aber diese Arbeit hält mich fit und macht mir Spaß! Ich bin offen und kontaktfreudig. Habe keine Vorurteile und baue auf meine Menschenkenntnis.
Muss nur gesund bleiben - dann ist alles gut!
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