Festakt zur Einweihung des sanierten Schulgebäudes – Wingertsbergschule Sinsheim-Reihen
Dietmar Hopp Stiftung fördert das Projekt mit 3 Millionen Euro
Bereits seit Januar findet in der Wingertsbergschule in Sinsheim-Reihen der Unterricht wieder ganz regulär statt. Etwas mehr als anderthalb Jahre hat die Sanierung des Gebäudes gedauert, das Schüler, Lehrer und Eltern nun über ein helles, lichtdurchflutetes und offen gestaltetes Treppenhaus betreten. Wie geplant konnte der Umzug nach etwa 19 Monaten Schulbetrieb in Containern zurück in das neue alte Schulgebäude in den Weihnachtsferien erfolgen.
Eröffnung durch einen musikalischen Beitrag des kurzerhand gegründeten „Schulchors“ …
Mit einem Festakt wurde der erfolgreiche Abschluss der Baumaßnahme begangen. Rektorin Birgit Heimann begrüßte die Gäste in der ebenfalls generalsanierten Sporthalle der Schule, die im Zuge der Baumaßnahmen einen eigenen barrierefreien Zugang und Toiletten erhalte hat. Für die Schüler sind derweil die neuen Fußballtore am interessantesten, die unterhalb der Decke an der Wand angebracht sind und bei Bedarf heruntergelassen werden können. „Unsere Halle hat jetzt Tore!“ sei ihr auf dem Gang schon begeistert zugerufen worden, erzählte Heimann.
Rund 160 Schüler besuchen die Wingertsbergschule, gut die Hälfte der Kinder kommt aus den Stadtteilen Adersbach, Hasselbach und Ehrstädt. Eigens für die feierliche Einweihung war ein Projektchor mit Schülern aus allen vier Klassenstufen ins Leben gerufen worden. Nach nur sechs Wochen Probezeit unter der Leitung von Silke Sauer-Schimming meisterte der mehr als 30 Schüler starke Chor gleich sechs Lieder und einen Tanz, die das Programm des Tages auflockerten. Durch den Festakt führten die Viertklässlerinnen Mayla Vierling, Amelie Huber und Hannah Baumeister als Moderatorinnen.
„Wer in Schulen investiert, investiert nicht in Beton, sondern in die Zukunft“, betonte Oberbürgermeister Marco Siesing in seiner Rede. „Wir haben hier eine moderne, funktionale und freundliche Schule geschaffen – ein Ort, an dem Gemeinschaft wächst.“
Heimann betonte in ihrer Rede, dass der Bedarf der Schule in der Verwaltung jederzeit gehört und berücksichtigt worden sei. „Dafür danke ich sehr herzlich.“ Für Lehrer, Mitarbeiter und Schüler sei die Zeit der Sanierung herausfordernd, gemeinsam aber herausragend zu meistern gewesen. „Sie müssen sich das mal vorstellen: Auszug und Wiedereinzug mit jeweils mehr als 600 Umzugskartons.“ Gelungen sei dies alles, weil jeder mit angepackt und mitunter auch Wochenenden geopfert oder Urlaub verschoben habe. „Ich danke meinem Kollegium, den Vereinen und der Nachbarschaft sowie dem Förderverein der Schule und seiner Vorsitzenden Ulrike Ehler.“
Im Schulgebäude wurde das gesamte Innenleben generalsaniert, Räume wurden getauscht, Wände versetzt und eingezogen, um den Bedürfnissen der Schüler und Lehrer optimal zu genügen. Auf dem Gang gibt es in Nischen zwischen den Garderoben kleine Arbeitsecken.

Im Zuge der Maßnahme wurde das gesamte Gebäude auch energetisch umfassend saniert. Die alte Ölheizung wurde entsorgt. Die Wingertsbergschule und der angrenzende Kindergarten werden nun über eine energieeffiziente Wärmepumpe beheizt. Da die Decken im Schulgebäude zu niedrig und der Bodenaufbau zu gering sind, wurden großflächige, hocheffiziente Röhrenheizkörper verbaut. Die Haustechnik wurde runderneuert, so wurden beispielsweise eine energieeffiziente, präsenz- und tageslichtabhängige Beleuchtungssteuerung installiert sowie eine zentrale Sicherheitsbeleuchtungsanlage aufgebaut. In jedem Klassenzimmer gibt es neben den altbewährten Kreidetafeln moderne Bildschirme, die eine zeitgemäße Gestaltung des Unterrichts möglich machen. Auch der Brandschutz ist auf dem neusten Stand.
Von einer mehr als gelungenen Gesamtmaßnahme sprach Bürgermeister Bernd Kippenhan in seiner Rede. Zu Beginn der Planungen habe man die Kosten der Sanierung auf ca. 7,35 Millionen Euro geschätzt. Dass sich die tatsächlichen Kosten nun auf etwa 7,5 Millionen Euro beliefen, könne man vor dem Hintergrund allgemeiner Preissteigerungen nur als „mehr als eine Punktlandung“ bezeichnen.
Die Dietmar Hopp Stiftung unterstützt das Projekt mit drei Millionen Euro.
„Einmal mehr sind wir der Dietmar Hopp Stiftung zu großem Dank verpflichtet“, betonten Siesing, Kippenhan und Heimann unisono. „Das gesellschaftliche Engagement der Stiftung ist beachtlich und insbesondere für Sinsheim von unschätzbarem Wert“, so der Oberbürgermeister.
„Wir freuen uns sehr, dass wir uns hier beteiligen konnten und ein zeitgemäßes Schulgebäude entstanden ist“, hob Uta Mielisch, Referentin für Bildung der Dietmar Hopp Stiftung, hervor. Sie übergab der Schule das offizielle Förderschild und richtete die herzlichsten Grüße der Stiftung und ihres Gründers Dietmar Hopp aus. Darüber, wo das Förderschild angebracht wird, entscheidet die ganze Schulgemeinschaft. „Bei uns gibt es alle sechs Wochen eine Schülerversammlung. In der kommenden werden wir das gemeinsam entscheiden“, bekräftigte Heimann.
Neben der Dietmar Hopp Stiftung fördert das Land Baden-Württemberg die Maßnahme im Rahmen des Kommunalinvestitionsförderungsgesetzes mit einer halben Millionen Euro.
Text: Melanie Wricke Stadt Sinsheim
Fotos: ©Kraichgaulokal Medien 2026














